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Je nach Problematik und Beschwerden werden dann anhand der Ziele konkrete Veränderungsmöglichkeiten besprochen und erste Schritte hierfür geplant. Hierbei können verschiedene verhaltenstherapeutische Methoden und Strategien zur Anwendung kommen. Bei der Behandlung von Zwängen und Ängsten stellt z.B. die Auseinandersetzung und gezielte Konfrontation mit den angstbesetzten Situationen im Rahmen des sogenannten Expositionsverfahrens ein besonders wichtiges Therapieelement dar. Bei depressiven Erkrankungen geht es neben dem Aufbau von positiven Aktivitäten und sozialen Kontakten um die Veränderung der vorherrschenden negativen Gedankenmuster mithilfe kognitiver Methoden. Das Erlernen von Entspannungstechniken und Stressmanagementstrategien kann helfen Anspannungszustände zu reduzieren, die bei den meisten psychischen Erkrankungen eine Rolle spielen. Der Umgang mit Gefühlen kann durch Achtsamkeitsschulung verbessert werden. Bei Unsicherheit in sozialen Kontakten kann z.B. ein gezieltes Selbstsicherheitstraining sinnvoll sein. Bei der Therapie der Trichotillomanie kann eine konkurrierende Bewegung zum Haareausreißen eingeübt werden, was auch als Habit-reversal (=Reaktionsumkehr) bezeichnet wird.

Mithilfe dieser verschiedenen Bausteine kommt es in der Therapie zu einer zunehmenden Verbesserung der Problemlösekompetenz und Steigerung des Selbstvertrauens des Patienten. Nach einer Phase der engmaschigen therapeutischen Begleitung kann der Patient zunehmend selbstständig und eigenverantwortlich im Alltag alte Muster verändern und neue Wege ausprobieren. Mögliche Schwierigkeiten bei der Umsetzung neuer Verhaltensmuster können immer wieder in die Therapie eingebracht und besprochen werden bis die Ziele erreicht sind.

Am Ende der Therapie können die Abstände zwischen den einzelnen Sitzungen vergrößert werden, so dass eine möglichst lange therapeutische Begleitung erfolgen kann. Unter Umständen kann am Ende der Therapie ein Termin in z.B. einem halben Jahr vereinbart werden, um zu überprüfen, ob die Erfolge stabil geblieben sind. Bei akuten Krisen oder Rückfällen ist eine erneute Aufnahme der Therapie jederzeit möglich.