Behandlungsschwerpunkte
Trichotillomanie
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Seite 3 von 3 Die Behandlung der TrichotillomanieTrichotillomanie ist ein in seiner Auftretenshäufigkeit bisher deutlich unterschätztes Phänomen, das erst in den letzten 15 Jahren vermehrt Beachtung gefunden hat. Bis vor kurzem suchten Betroffene eher Hautärzte als Psychologen und Psychiater auf. Dabei ist Trichotillomanie gar nicht so selten: Studien weisen darauf hin, dass bis zu 2% der Bevölkerung betroffen sind. Frauen scheinen dabei häufiger betroffen als Männer. Viele Betroffene glauben, dass sie die Einzigen sind, die an einem solchen Verhalten leiden. Viele Ärzte und Psychotherapeuten, die mit dem Wunsch einer Behandlung konfrontiert werden, stehen dem Problem unwissend und hilflos gegenüber. Nach dem heutigen Stand der Erkenntnisse lässt sich das Haareausreißen jedoch mithilfe kognitiver Verhaltenstherapie wirksam reduzieren. Schon die Aufnahme einer Therapie und die Vermittlung von Krankheitswissen bedeuten dabei eine erste Entlastung. Als sehr erfolgreich in der Behandlung hat sich das Einüben einer Bewegung gezeigt, die mit der Bewegung des Haareausreißens unvereinbar ist (sog. Habit-reversal). Neben der Symptombehandlung lernt der Betroffene in der Therapie, die Entstehung und die Hintergründe seiner Erkrankung zu verstehen und mit aktuellen Konflikten umzugehen, die das Haareausreißen mitbedingen oder aufrechterhalten. Weiterhin kann es in der Therapie darum gehen, depressive Gefühle, soziale Ängste und Befürchtungen aufgrund der kahlen Stellen abzubauen. Der Betroffene lernt wieder mehr am Leben teilzunehmen und einen selbstbewussteren Umgang mit der Symptomatik zu erlangen.
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