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Autogenes Training
Autogenes TrainingDas Autogene Training zählt zu den bekanntesten Entspannungsverfahren und hat breite Anerkennung in der inneren Medizin, in der Psychotherapie aber auch als Selbsthilfetechnik gefunden. Die Funktionsweise des Autogenen Trainings lässt sich von seiner Herkunft aus der Hypnoseforschung verstehen. Der Berliner Psychiater und Neurologe J.H. Schultz bat Patienten sich selbst Instruktionen zu geben und sich Gefühle der Schwere und Wärme in den Gliedmaßen und im ganzen Körper vorzustellen. Damit wurde Patienten über die intensive Vorstellung und das Vorsprechen von Formeln im Geist (Autosuggestionen), die Beeinflussung körperlicher Vorgänge eröffnet. Das Autogene Training ist sozusagen eine milde Art der Selbsthypnose. Das Autogene Training besteht aus 6 aufeinander aufbauenden Übungen, die im Kurs nach und nach gelehrt werden. Die Grundlage bilden die "Schwere-" und "Wärmeübung". Danach folgen die "Atemübung" (Regulierung der Atemtätigkeit) und die "Herzübung" (Konzentration auf die Herztätigkeit), sowie eine Übung, die das sogenannte "Sonnengeflecht" mit einschließt (Konzentration auf die Bauchgegend) und die sogenannte "Stirn-Kühle-Übung". Mit den 6 Grundübungen kommt es zur Harmonisierung und Ruhigstellung des vegetativen Nervensystems bzw. der Organfunktionen, wodurch stressbedingte Beschwerden häufig gemildert werden können. So berichten Menschen, dass das Autogene Training ihnen geholfen habe, das Rauchen aufzuhören, weil sie dadurch ruhiger geworden wären. Andere berichten, dass sich z.B. seit Kindheit bestehende Migräneanfälle gebessert hätten. Durch sogenannte formelhafte Vorsätze kann man die Wirkungsweise des Autogenen Trainings noch weiterführen und die Kraft von Vorstellungen für bestimmte Ziele nutzbar machen, wie z.B. wenn man das Rauchen aufhören möchte. Formelhafte Vorsätze entsprechen den posthypnotischen Suggestionen der Hypnose. Wenn man also z.B. bestimmte Dinge im Leben verändern will oder bestimmte Ziele hat, kann man diese durch formelhafte Vorsätze, die man im Unterbewusstsein verankert, unterstützen.
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