Progressive Muskelentspannung Der amerikanische Physiologe Edmund Jacobson hat in den 30er Jahren die PMR (Progressive Muskelrelaxation) entwickelt und erstmals eingesetzt. Deswegen wird sie auch häufig als „Jacobson-Entspannung“ oder „Jacobson-Training“ bezeichnet. Seit den 70er Jahren ist das Verfahren auch in Deutschland sehr verbreitet und wird in Kliniken, in der ambulanten Therapie und in der Selbsthilfe vermittelt. Dies hat neben der hohen Wirksamkeit auch seine Ursache in der leichten Erlernbarkeit. Im Gegensatz zum Autogenen Training, welches mit der reinen Vorstellung arbeitet und mithilfe von „formelhaften Vorsätzen“ zu einer Entspannung führen will, versucht die PMR über die körperliche Ebene zur Entspannung zu verhelfen. Dies ist für viele ein leichterer Zugang und führt häufig zu schnelleren Erfolgen. Die PMR geht von der Theorie aus, dass ein entspannter Körper auch zu geistiger und psychischer Entspannung führt.
Die Methode der Progressiven Muskelentspannung besteht in der aufeinanderfolgenden („progressiven“) Anspannung der wichtigsten Muskeln und deren anschließender Lockerung und Entspannung. Nacheinander werden Hände, Unterarme, Oberarme, Schultern und Nacken, Rücken, Gesicht, Bauch, Gesäß, Oberschenkel, Unterschenkel und Füße zunächst angespannt und dann wieder entspannt. Mit zunehmender Übung lernt man, immer feinere Unterschiede wahrzunehmen und kann die jeweilige Muskelgruppe von Versuch zu Versuch immer tiefer entspannen. Ziel dieser Methode ist es eine Steigerung der Sensibilität für körperliche und damit auch teilweise emotionale Anspannungszustände zu erreichen und in angespannten Situationen bewusst entspannen zu können. So können Sie lernen frühzeitig Belastungsgefühlen entgegenzuwirken und Stressreaktionen abzuschwächen oder ganz zu verhindern.
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