Therapieangebot
Therapiemethoden
Kognitive Therapie
Kognitive TherapieBei der kognitiven Therapie lernt der Betroffene, Gedanken, die er automatisch hat, zu erkennen und zu hinterfragen. Mit Hilfe von Tagesprotokollen wird beobachtet, welche Gedanken und Bewertungen ihm in bestimmten Situationen in den Kopf kommen. Mit dem Therapeuten wird erarbeitet, welchen Einfluss diese Gedanken auf sein Verhalten und seine Gefühle haben. So zeigt sich zum Beispiel häufig bei depressiven Menschen, dass sie die Gründe für schlechte Ereignisse in erster Linie bei sich suchen und schnell verallgemeinern. Beispielsweise denkt eine depressive Person vielleicht, wenn ihn der Nachbar nicht grüßt: "Was habe ich falsch gemacht, dass der mich nicht grüßt? Ich bin es wohl nicht wert gegrüßt zu werden. Keiner mag mich". Dies wirkt sich negativ auf seine Stimmung und sein Selbstbild aus. Therapeut und Patient prüfen dann in der Therapie gemeinsam diese Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt und überlegen, welche anderen Erklärungen es dafür gibt, dass der Nachbar nicht gegrüßt hat. In diesem Fall kann er z.B. zu dem Schluss kommen, dass der Nachbar ihn vielleicht nicht gesehen hat, es eilig hatte oder er einfach selbst schlechter Laune war. Vielleicht kann sich der Patient auch daran erinnern, dass ihn andere Menschen bereits gegrüßt haben. Es können auch gedankliche Verzerrungen aufgedeckt werden. Z.B. der Gedanke, dass sich der Patient von niemanden gemocht fühlt, obwohl ihn doch nur eine einzige Person nicht gegrüßt hat. Wie stark Gedanken sich manchmal von der Realität entfernen können und unsere Gefühle und unser Verhalten beeinflussen, soll die folgende Geschichte verdeutlichen, die das Thema in überspitzter Weise illustriert. Die Geschichte mit dem Hammer Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen.
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